Die Chirurgie - Medizin im Wandel


Die chirurgische Abteilung umfasst 40 Betten für die Hospitalisation sowie 8 Betten für den „one day-Aufenthalt“ (Tagesklinik). Quer durch alle chirurgischen Disziplinen können rund 45% aller Patienten noch am Tag des Eingriffs das Krankenhaus wieder verlassen.
Nur die enge Zusammenarbeit mit allen Abteilungen des Hauses ermöglicht es, Standardeingriffe selbst bei schwerkranken Patienten zu planen und zu Ihrer größten Sicherheit durchzuführen.
Die Allgemeinchirurgie
In der Bauchchirurgie, die auch Eingriffe an der Speiseröhre umfasst, sind die minimalinvasiven Operationen, sogenannte laparoskopische Operationen (Knopflochchirurgie) unsere Stärke. Insbesondere Gallenoperationen, aber auch z.B. Blinddarmoperationen, spezielle Eingriffe am Magen zur Gewichtsreduktion, Verwachsungslösungen, Leistenbruchoperationen bei speziellen Befunden, Dickdarmoperationen bei Divertikelerkrankung usw. werden mit dieser Technik durchgeführt. Sie hinterlässt kleinere Narben, verursacht weniger Schmerzen nach der Operation und ermöglicht einen kürzeren Krankenhausaufenthalt.
Ein weiterer Schwerpunkt im Rahmen der Bauchchirurgie sind onkologische Operationen, d.h. die operative Behandlung von bösartigen Tumoren.
Die Gefäßchirurgie
Die Gefäßchirurgie behandelt sowohl Erkrankungen der Arterien (z.B.: Verkalkung, ...) als auch der Venen (z.B.: Varizen) und deren Komplikationen.
Da im Operationssaal ein moderner Karbontisch und Röntgenmaterial zur Verfügung steht, werden heute viele Arterien vom Gefäßchirurgen mit einem Ballonkatheter aufgedehnt und eventuell mit einer „Feder“ (= Stent) versehen. Durch diese Technik kann man die Durchblutung, ohne eine „Bypassoperation“ durchführen zu müssen, verbessern.
Ebenso werden alle Eingriffe aus dem Bereich der venösen Chirurgie wie Varizen und Thrombusentfernungen durchgeführt. Regelmäßig werden Herzschrittmacher sowie Porth. à Cath. eingepflanzt. Die Anlage von arterio-venösen Shunts zur Blutwäsche wird ebenfalls angeboten.
Wussten Sie schon?
Ein großes Interesse gilt der Vorsorge und Behandlung von Krebs. Durch die Zusammenarbeit mit der Röntgenabteilung ist unsere Klinik ein anerkanntes Früherkennungszentrum für Brustkrebs geworden.
Die Orthopädie
Seit über 20 Jahren wird in der Klinik St. Josef orthopädische Chirurgie durchgeführt.
Derzeitige Schwerpunkte sind:
- Unfallchirurgie des Bewegungs- und Stützapparates, u.a. moderne Osteosyntheseverfahren bei Knochenbrüchen, auch minimal-invasiv, sowie Sporttraumatologie
- Gelenkersatzoperationen (Endoprothetik), u.a. Hüftprothesen nach Unfall, bei degenerativen Erkrankungen (Arthrose), Knieprothesen, Schulterprothesen, sowie Gelenkaustauschoperationen (bei Lockerung), Sprunggelenkprothesen
- Arthroskopische Eingriffe des Knie- und Schultergelenkes (Spiegelung, Meniskusoperationen, Kreuzbandersatzoperationen, Knorpelersatzoperationen)
- Handchirurgische Eingriffe inklusive gewisse mikrochirurgische Eingriffe
- Fußchirurgie (Hallux valgus, Krallenzehen, usw.)
- Rehabilitation nach diesen Eingriffen im Rahmen des stationären Aufenthaltes und ambulant in Zusammenarbeit mit unseren Kinesitherapeuten
- Konservative (nicht operative) Frakturenbehandlungen
- Infiltrationen unter Röntgenkontrolle im OP
- Anfertigen und Anpassen von orthopädischen Hilfsmitteln durch unsere Orthopädietechniker (Stützkorsetts nach Wirbelkörperbrüchen, Knieorthesen nach Bandoperationen oder nach Sportunfällen, Schienen nach Handverletzungen, ...)
In unserer Klinik kann der Gynäkologe seine Patientin vom jungen Mädchen bis zur reifen Dame betreuen, so dass ein wahres Vertrauensverhältnis für gute und schlechte Zeiten aufgebaut werden kann.
In der Gynäkologie werden Krankheiten der weiblichen Genitalorgane und der Brust behandelt. Die Schlüssellochchirurgie (Endoskopie) ist das bevorzugte Verfahren bei Unterbauchbeschwerden und Eierstockbefunden. Veränderungen in der Gebärmutterhöhle werden durch eine Gebärmutterspiegelung erkannt und behandelt. Ist eine Gebärmutterentfernung nicht zu vermeiden, so versuchen wir die vaginale Entfernung zu bevorzugen. Senkungen und Blasenschwäche werden erst nach Abklärung spezialisiert behandelt.
Auch gynäkologische Krebserkrankungen werden möglichst organerhaltend (z.B. Brusterhalt) behandelt. Die hormonelle Nachbehandlung und eventuelle Chemotherapie finden in der Tagesklinik statt.
Die Urologie / Harnwegserkrankungen
Die Urologie ist nicht - wie häufig vermutet - für Männer, was die Gynäkologie für Frauen ist.
In der Urologie werden chirurgische Beschwerden der Niere, der Blase und der Genitalorgane beider
Geschlechter behandelt und dies schon ab dem Kindesalter.
Die häufigsten Konsultationsgründe sind Prostataprobleme beim Mann und Inkontinenzprobleme bei der Frau.
Bei Kindern sind es meistens angeborene Anomalien des uro-genitalen Bereiches (z.B.: Anomalien der Hoden, Verengung der Vorhaut, chronische Entzündung des Nierenbeckens, ...).
Die Ophtalmologie / Augenheilkunde
Modernste Technik für ambulante Behandlung:
Unsere Augenabteilung ist auf die Behandlung des sogenannten „Grauen Stars“ spezialisiert. Der Graue Star ist eine Trübung der Augenlinse. Sie entwickelt sich meist schleichend im Alter und führt zu einer Abnahme der Sehschärfe. Die einzige wirksame Behandlungsmethode besteht in einer Operation (Kataraktoperation). Dabei wird die getrübte Augenlinse ersetzt. Durch einen minimalen 2,75 mm großen Schnitt wird die Augenlinse mittels Ultraschall zertrümmert, abgesaugt und die neue Linse eingesetzt. So verfügen Sie bereits kurz nach der Operation über ein normales Sehvermögen. Die Operation wird unter Vollnarkose oder örtlicher Betäubung durchgeführt. Der Patient kann wenige Stunden später wieder nach Hause gehen.
Unser Leistungsspektrum umfasst zudem:
- kleine Lidchirurgie
- Laseroperationen, z.B. zur Beseitigung des Nachstars und bei Erkrankungen der Netzhaut
Das Team der HNO-Spezialisten deckt den größten Teil der Hals-, Nasen-, Ohrenerkrankungen ab und insbesondere die diesbezügliche Chirurgie. Die meisten dieser chirurgischen Eingriffe sind möglich im Bereich der Tagesklinik.
Folgende Krankheiten können diagnostiziert und behandelt werden:
- Gehörstörungen, die aufgrund einer systematischen Abklärung bei allen Neugeborenen in der Klinik, aber auch bei Kindern und Erwachsenen, diagnostiziert werden können. Einfache Verfahren, wie Hör- und Stimmaudiometrie, sowie komplexere, wie die akustischen evozierten Potentiale oder die Otoemissionen, stehen zur Verfügung. Die videomikroskopische Beobachtung des Trommelfells erlaubt eine sehr genaue Diagnose. Genaue mikro-chirurgische Techniken oder konventionelle und neue implantierbare Gehörprothesen finden Anwendung.
- Pädiatrische Infektionsstörungen im Hals-, Nasen- und Ohrenbereich.
- Infektionen im Bereich der Nase, die durch die modernsten Techniken in der endoskopischen Chirurgie behandelt werden.
- Die Abklärung von verschiedensten Allergien, die in unterschiedlichem Maße 30 % der Bevölkerung betreffen und die durch adäquate Hauttests nachgewiesen werden.
- Funktionell oder organisch bedingte Sprachstörungen, diagnostiziert durch Videostroboskopie und behandelt mittels spezialisierter Logopädie oder Mikrochirurgieeingriff der Stimmbänder.
- Mündliche oder schriftliche Sprachschwierigkeiten, die in Zusammenarbeit mit der Logopädie behoben werden.
- Die Diagnoseerstellung von schlafbedingten Atempausen und Schnarchgeräuschen im Rahmen des Schlaflabors sowie die eventuelle chirurgische Behandlung.
- Ästhetische Eingriffe im Nasen- oder Ohrenbereich.
- Durch das Gehörorgan bedingte Gleichgewichtsstörungen, die durch Elektronystagmographie diagnostiziert werden können.
Die Stomatologie / Gesichts- und Kieferheilkunde
Die Stomatologie ist häufig der Ansprechpartner für Ihren Zahnarzt, wenn bei Ihnen Zahn- oder Kieferbehandlungen unter Vollnarkose notwendig sind. Aber nicht jeder Eingriff des Stomatologen benötigt eine Vollnarkose, denn der Gesichts- und Kieferbereich eignet sich hervorragend für Eingriffe in örtlicher Betäubung.
Es wäre schade, wenn Sie den Stomatologen nur als „Krankenhauszahnarzt“ sehen würden. Denn die Stomatologie interveniert auch nach schweren Gesichtsverletzungen (Weichteile und Knochen¬frakturen), die durch Unfälle, Schlägereien, ... hervorgerufen wurden.
Unsere Mannschaft operiert die Säuglinge, die mit Lippen- und Gaumenspalten der verschiedenen Schweregrade geboren werden, in der Kinderklinik „St-Vincent“ Rocourt.
> Ansprechpartner und Rufnummern der Abteilung

